Logo
Münzschatz

Der Münzschatz von Scharzfeld
Welfische Münzen aus dem 17. Jahrhundert


Im Jahr 1985 wurde auf einem Bauernhof in Scharzfeld ein Tonkrug mit über 400 Silbermünzen gefunden. Die Münzen stammen aus dem 17. Jahrhundert und wurden vor allem in den welfischen Territorien, aber zum Teil auch in Flandern und in den Niederlanden geprägt.
Es ist anzunehmen, dass der ursprüngliche Besitzer die Münzen in seinem Haus vergrub, um seinen Besitz in einer Zeit, in der es noch keine Banken und Sparkassen gab, vor einem unberechtigten Zugriff zu schützen. In einer Untersuchung aus dem Jahre 2001 (Jürgen Wilke; Der Schatzfund von Scharzfeld von 1679) wird vermutet, dass in den Jahren nach 1648, also dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, eine spürbare wirtschaftliche Erholung in weiten Teilen des deutschen Reiches stattfand und zu einem raschen Bevölkerungswachstum führte. Der wieder steigende Wohlstand soll zur Bildung kleinerer Vermögen in Teilen der Bevölkerung geführt und dieses Geld, ähnlich dem Scharzfelder Fund, durch Hortung dem Geldumlauf entzogen worden sein.
Der Schatz hatte einen Gesamtwert von 260 Talern, eine Summe, für die ein Tagelöhner damals fast fünf Jahre arbeiten musste. Als Besitzer der Münzen kam also nur jemand in Frage, der zur bäuerlichen Mittel- oder Oberschicht gehörte.
Die Erbfolge des Hofes, auf dem die Münzen gefunden wurden, lässt sich durch die Generationen bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Als Besitzer der Münzen kommt der Scharzfelder Bauer Peter Schirmer in Betracht, der im November 1679 nach langer Krankheit verstarb. Die langwierige Krankheit erklärt den Umstand, dass dem Schatz nur bis etwa Mitte 1678 Münzen hinzugefügt wurden. Peter Schirmer konnte oder wollte die Existenz der versteckten Münzen vor seinem Tode nicht preisgeben, denn der Schatz blieb bis zu seinem zufälligen Auffinden allen auf dem Hof lebenden Nachkommen unbekannt.


Münzen1
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.

  24 Mariengroschen von 1672.
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg-Calenberg (1665 - 1679).
Münzmotiv "Wilde Mann" als Symbol
Münzstätte Zellerfeld.

12 Mariengroschen von 1672.
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg-Calenberg (1665 - 1679).
Münzstätte Clausthal.
     
     
24 Mariengroschen von 1675,
Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 - 1704),
Münzstätte Zellerfeld.

12 Mariengroschen von 1672,
Herzog Rudolph August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1666 - 1704),
Münzstätte Zellerfeld.
 
Münzen2
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.

     

Druckversion anzeigen



Stichwortsuche

Veranstaltungen
[08.07.2017 10:30 Uhr - 11:30 Uhr]Herzberger Samstag
[22.07.2017 14:00 Uhr]Schwimmbadfest in Scharzfeld
[28.07.2017 - 30.07.2017 15:00 Uhr]Schützenfest in Sieber
[29.07.2017 10:30 Uhr - 12:00 Uhr]Herzberger Samstag
[29.07.2017]Welfencup (Doppel-Turnier)
Veranstaltungskalender
weitere Informationen
Engagierte Stadt
Engagierte Stadt
Museum Schloss Herzberg
Museum Schloss Herzberg
Herzberg am Harz - die Esperanto-Stadt
Herzberg am Harz - die Esperanto-Stadt
Landschaftsverband Südniedersachsen
Landschaftsverband Südniedersachsen
weitere Informationen